HipHop

 

 

 

 

 

 

 

Das erstmal Mal kam ich im Alter von 10 oder 11 Jahren mit HipHop in Berührung. Meine erste Kassette war von Public Enemy – Fear of a Black Planet (1990). Ende des Jahres kaufte ich mir dann das neue Album von LL Cool J – Mama Said Knock You Out. Dann ging es weiter mit Eric B and Rakim – Follow the Leader. Damals fing ich an, Beatbox zu machen. Es gefiel mir, etwas zu üben und darin immer besser zu werden. Du hast Kontrolle über dich. Du siehst, wie du dich entwickelst und du siehst, wo du noch üben musst. Das macht HipHop so einzigartig und authentisch.

HipHop war für mich eine Möglichkeit, mich selbst so ausdrücken zu können wie ich sein möchte und nicht, wie mich die Leute sehen wollen. Es ging in erster Linie um mich, meine Fähigkeiten und die Auseinandersetzung mit meiner inneren und äußeren Welt. HipHop ist ehrlich. HipHop ist auf den Punkt, aufrichtig und authentisch! Du kannst HipHop mit deinen Freunden leben. Du kannst es aber auch nur für dich leben. Im HipHop geht es nicht darum, was du hast, was du dir anschaffst. Es geht darum, was du kannst und was du aus deinen Potentialen machst. Die neue Generation kennt diesen Geist des Real HipHop gar nicht. Viele haben nicht verstanden, worum es wirklich im HipHop geht. Denn wenn du mit deinen Leuten HipHop lebst, sitzt ihr im selben Boot. Ihr habt dieselben Sorgen, dieselben Probleme, dieselben großen Träume und dieselben Ambitionen! Nämlich mehr aus sich zu machen und sich an seinen Idealen und Träumen zu orientieren. Talent verdient kein Respekt. Nur echte harte Arbeit an sich verdient Respekt. Skillz zu entwickeln und sich selbst treu zu bleiben.  Respekt! Und diesen Respekt kannst du nicht mit Geld kaufen. Diesen Respekt bekommst du nicht, wenn du in ner Luxuskarre drinsitzt.

Meine Crew, deren Namensgeber ich war. Carte Blanche. Unumschränkte Vollmacht über seine Skillz.

Mein Manifest!

Meinen ersten Track schrieb ich auf Türkisch und baute baute den Beat am PC.

 

1997 trat ich einer Tanzgruppe bei. Wir performten Streetdance und schrieben irgendwann auch gemeinsam an einem Tanztheater-Stück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier übernahm ich einen Rap-Part und 1998 war mein erster offizieller Rap-Auftritt:

 

Ich habe zwar gerne getanzt, aber es war nicht so wirklich mein Ding.

 

1999 trennte ich mich dann von der Gruppe und wir gründeten mit meinen Jungs die Carte-Blanche Crew. Wir waren für die damalige Zeit gut dabei und hatten auch als Jugend gewisse Privilegien. Wir hatten im Jugendzentrum Fritzlar einen eigenen Übungsraum. Nur für uns. Mit spartanischem Equipment und einem Sofa. Wir konnten hier rein und raus wann wir wollten. Die Stadt vertraute uns und wir genossen dieses Vertrauen auch. Hier übten und schrieben wir Tag und Nacht. Es war einer der schönsten Zeiten meines Lebens.

Hier ein paar Eindrücke aus der Zeit:

Die Beats liefen in Dauerschleife und entweder haben wir geschrieben oder drauf los gerappt:

Unser Übungsraum im Jugendzentrum Fritzlar. Mit Marcel alias Tiny MC

Wir hatten große Träume, als wir etwas Geld in die Hand nahmen, um unser erstes Demo auf CD aufzunehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Den ersten Track haben wir auf ein Instrumental von Eimsbusch aufgenommen:

 

Dann folgte Glückssträhne (Beat by Flumbeatz):

 

Tief im Inneren (Beat by Flumbeatz):

 

Direkte Reimaspekte (Beat by Flumbeatz):

 

Das Solo „Planet Rock“ von mir haben wir allerdings im Übungsraum auf Kassette aufgenommen (Beat by Flumbeatz):

 

Im Jahr 2000 hatten wir dann als Crew und als einzelne Solo-Künstler unseren ersten und letzten großen Auftritt. Diese legendäre HipHop-Jam haben wir gemeinsam mit der Stadt organisiert und es war ein voller Erfolg.

Hier ein paar Ausschnitte aus der Mega-Jam: